FASHION BUSINES NEWS – Mariella Burani will’s noch mal wissen

FASHION BUSINES NEWS – 26/11/2014

Kreativer Neustart! Die Designerin will wieder kreativ werden und wagt das Comeback mit einem kleinen italienischen Lizenznehmer – allerdings nicht mit dem Titel Burani sondern unter ihrem Mädchennamen Arduini.

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Die Designerin Mariella Burani kehrt nach vier Jahren Abwesenheit ins italienische Mode-Biz zurück. Die 71-Jährige hat einen Lizenzvertrag mit dem im norditalienischen Brescia ansässigen Hersteller Confezioni Pango SpA einen Lizenzvertrag für ihre neue RTW-Linie unterzeichnet. Der Vertrag sieht vor, unter ihrem Mädchennahmen Mariella Arduini sechs Kollektionen zu je 100 Teilen zu produzieren und zu vertreiben. Die erste Auslieferung ist für Herbst 2015 geplant, die Kollektion kann ab dem 20. Januar 2014 im Mailänder Showroom gesichtet werden.

„Wir glauben, dass die Kreative aus Emilia der italienischen Mode noch eine Menge geben kann. Einen Stil und ein Image, das keiner so spielen kann wie sie“, erklärte der Pango-Vorstand Gianfranco Scotuzzi. Sein Unternehmen blickt auf eine 40-jährige Geschichte zurück, produziert neben den eigenen Linien auch Lizenzen für die Marke Gaia Life. Für 2014 rechnen die mit mehr als 11 Mio. Euro Umsatz.

Dass Mariella Burani den Neuanfang mit ihrem Mädchennamen wagt, ist verständlich: Der Name Burani hat viel verbrannte Erde nach einem gewaltigen Aufstieg der Mariella Burani Fashion Group (MBFG) hinterlassen. Nach goldenen Jahren mit rund 750 Mio. Euro Umsatz folgte 2010 der Absturz durch Größenwahn, Missmanagement und 700 Mio. Euro Schulden. Ihr Mann Walter Burani und ihr Sohn Giovanni Burani wurden vor zwei Jahren wegen betrügerischer Insolvenz und Kursmanipulationen zu Haft- und Geldstrafen verurteilt. Letztes Jahr wurde das Unternehmen dicht gemacht und die Marke Mariella Burani wurde an Chinesen verkauft, die damit bislang noch nichts angefangen haben.

 

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